Bedeutung

Yunus (Jona)

يُونُس

yunus · yoo-nus

Yunus (Friede sei mit ihm), auf Deutsch als Jona bekannt, ist der Prophet, der von einem großen Fisch verschlungen wurde, nachdem er sein Volk aus Verdruss verlassen hatte; seine aufrichtige Reue in dessen Finsternis wurde zu einem zeitlosen Beispiel der Umkehr zu Allah.

Alternative Schreibweisen

Jonah / Yunus AS / Yoonus / Younus / Dhun-Nun

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Wer ist Yunus (Jona)?

Yunus, Friede sei mit ihm, auf Deutsch als Jona bekannt, wurde als Prophet zum Volk von Ninive gesandt. Er rief die Menschen dazu auf, ihren Unglauben aufzugeben und allein Allah anzubeten. Nachdem seine jahrelange Verkündigung immer wieder zurückgewiesen worden war, verließ Yunus sein Volk aus Verdruss, ohne Allahs Erlaubnis abzuwarten, und bestieg ein Schiff. Der Koran zeichnet dies als Ungeduld, nicht als einen aus Glaubensschwäche geborenen Ungehorsam.

Als das Schiff in einen heftigen Sturm geriet, beschloss die Besatzung nach einem damals verbreiteten Seemannsbrauch, durch das Los zu bestimmen, wer über Bord geworfen werden sollte, um das Schiff zu erleichtern. Das Los fiel auf Yunus. Er wurde in das tobende Meer geworfen und von einem großen Fisch ganz verschlungen, dem Allah befohlen hatte, ihm keinen Schaden zuzufügen – ein Augenblick völliger Finsternis: die Finsternis des Meeres, der Nacht und des Fischbauchs übereinander.

In dieser tiefen Einsamkeit wandte sich Yunus mit einem der meistzitierten Bittgebete des Korans an Allah: „Es gibt keine Gottheit außer Dir; erhaben bist Du über jeden Makel. Gewiss, ich gehörte zu den Ungerechten.“ Dieses aufrichtige Eingeständnis seines Fehlers, verbunden mit der reinen Bekräftigung von Allahs Einzigkeit, beschreibt der Koran als Grund seiner Rettung. Hätte er nicht zu denen gehört, die Allah preisen, wäre er bis zum Tag der Auferstehung im Bauch des Fisches geblieben.

Nach seiner Rettung wurde Yunus geschwächt und krank an ein kahles Ufer geworfen. Dort ließ Allah eine Kürbispflanze über ihm wachsen, die ihm während seiner Genesung Schatten und Schutz spendete. Danach wurde er zu seinem Volk zurückgesandt. In einem unter den koranischen Prophetenerzählungen einzigartigen Detail bereute seine Gemeinschaft angesichts der Warnzeichen der nahenden Strafe geschlossen und aufrichtig. Allah hob die Strafe von ihr auf; damit ist sie im Koran das einzige Volk, das nach dem Herannahen der Zeichen vor gemeinschaftlicher Strafe bewahrt wurde.

Die Geschichte von Yunus vermittelt zutiefst menschliche Lehren: Auch ein Prophet kann übereilt handeln, keine Finsternis liegt außerhalb der Reichweite aufrichtiger Reue, und demütige Hinwendung zu Allah kann einen Augenblick völliger Verzweiflung in Rettung verwandeln. Seine Erzählung weist Parallelen zur Geschichte Jonas in der Hebräischen Bibel auf und macht ihn zu einer weiteren gemeinsamen Erinnerungsfigur der abrahamitischen Traditionen. Der Koran stellt dabei auf eigene Weise die Kraft der Tawbah, der Reue und Umkehr, in den dunkelsten Umständen in den Mittelpunkt.

Schlüsselmomente in der Geschichte von Yunus

  • Sein Volk verlassen: Aus Verdruss über den hartnäckigen Unglauben seines Volkes ging Yunus fort, ohne Allahs Erlaubnis abzuwarten.
  • Vom Fisch verschlungen: Ins stürmische Meer geworfen, wurde Yunus von einem großen Fisch verschlungen, der ihm auf Allahs Befehl keinen Schaden zufügte.
  • Das Bittgebet in der Finsternis: Im Bauch des Fisches rief Yunus in aufrichtiger Reue zu Allah, bekannte dessen Einzigkeit und gestand den eigenen Fehler ein.
  • Die Reue seines Volkes: Einzigartig ist, dass das Volk von Yunus beim Anblick der Strafzeichen als ganze Gemeinschaft bereute und die Strafe von ihm genommen wurde.

Belegstellen in Koran und Hadith

„Und [erwähne] den Mann des Fisches, als er zornig fortging … Da rief er in den Finsternissen: ‚Es gibt keine Gottheit außer Dir; gepriesen seist Du. Gewiss, ich gehörte zu den Ungerechten.‘“ — Sure Al-Anbiya 21:87

„Warum gab es denn keine Stadt, die glaubte, sodass ihr Glaube ihr nützte – außer dem Volk von Yunus? Als sie glaubten, nahmen Wir die schändliche Strafe von ihnen.“ — Sure Yunus 10:98

Der Prophet ﷺ sagte: „Niemand soll sagen, ich sei besser als Yunus, der Sohn Mattas.“ — Sahih al-Bukhari 3416

Häufig gestellte Fragen

Wer ist Yunus (Jona) im Islam?

Yunus, Friede sei mit ihm, ist ein Prophet des Islam, der zum Volk von Ninive gesandt wurde. Man erinnert sich daran, dass er sein Volk aus Verdruss verließ, von einem großen Fisch verschlungen wurde und in dessen Bauch aufrichtig bereute.

Warum wurde Yunus von einem Fisch verschlungen?

Nachdem Yunus sein Volk aus Verdruss über dessen Unglauben ohne Allahs Erlaubnis verlassen hatte, ging er an Bord eines Schiffes, wurde während eines Sturms ins Meer geworfen und als Folge und Prüfung von einem großen Fisch verschlungen.

Was sagte Yunus im Inneren des Fisches?

In der Finsternis des Fischbauchs rief Yunus: „Es gibt keine Gottheit außer Dir; gepriesen seist Du. Gewiss, ich gehörte zu den Ungerechten.“ Der Koran hebt dieses Bittgebet als Vorbild aufrichtiger Reue hervor.

Was geschah mit dem Volk von Yunus, nachdem er es verlassen hatte?

Einzigartig unter den vor Strafe gewarnten Völkern erkannte das Volk von Yunus die Zeichen des nahenden Unheils, bereute als ganze Gemeinschaft aufrichtig, und Allah hob die Strafe von ihm auf.

Warum wird Yunus auch Dhun-Nun genannt?

Der Koran nennt Yunus Dhun-Nun, „der Gefährte des Fisches“ oder „der Mann des Fisches“ – ein direkter Verweis auf die zentrale Begebenheit seiner Geschichte.